Die Energiesicherheit der EU. Umsetzung eines politikwissenschaftlichen Konzepts anhand der bilateralen Beziehung mit Russland

Eine Analyse

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Political Science
Cover of the book Die Energiesicherheit der EU. Umsetzung eines politikwissenschaftlichen Konzepts anhand der bilateralen Beziehung mit Russland by Michael Sander, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Michael Sander ISBN: 9783638414944
Publisher: GRIN Verlag Publication: September 5, 2005
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Michael Sander
ISBN: 9783638414944
Publisher: GRIN Verlag
Publication: September 5, 2005
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: 1,3, Universität Trier, 171 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Energiebeziehungen zwischen der Russischen Föderation (RF) und der Europäischen Union (EU) zeichnen sich durch ein hohes Maß ökonomischer Kontakte bei gleichzeitig geringer politischer Institutionalisierung aus. Die vorliegende Arbeit geht den Gründen für diesen Befund nach. Dabei verwendet sie die rationale Verhandlungstheorie von Andrew Moravcsik, die Verhandlungsprozesse anhand eines Drei-Stufen-Modells analysiert. Die Stufen sind: 1. Innerstaatliche Präferenzbildung 2. Internationale Verhandlungsprozesse 3. Institutionalisierung der Verhandlungsergebnisse Anhand dieses Modells werden folgende Thesen aufgestellt, die den geringen Institutionalisierungsgrad erklären sollen: 1. Auf der Ebene innerstaatlicher Präferenzen überwiegen bei der EU ökonomische, bei der RF jedoch geopolitische Erwägungen. 2. Auf der Ebene internationaler Verhandlungsprozesse ergibt sich eine grundlegende Zielkonkurrenz aus der jeweiligen Position als Produzent bzw. Konsument energetischer Rohstoffe. Beide Systeme verfolgen daher miteinander inkompatible Strategieansätze. 3. Auf der Ebene der Teilung bzw. Delegation von Souveränität vertreten beide Systeme grundsätzlich verschiedenen Kosten-/Nutzenanalysen, die sich aus ihren unterschiedlichen internen Präferenzen ergeben. Zusammengefasst lautet die zentrale These dieser Arbeit: Zwischen der EU und der RF besteht eine grundlegende Politikinkongruenz auf verschiedenen Ebenen, die sich negativ auf eine institutionalisierte Zusammenarbeit auswirkt. Diese These soll in zwei Schritten untersucht werden. Zunächst wird eine Einteilung der RF und der EU in die rationale Verhandlungstheorie vorgenommen. Hierzu werden im Rahmen einer Querschnittsuntersuchung empirische Daten zu Präferenzbildungsprozessen in beiden Einheiten sowie zu ihrer internationalen Energiepolitik dargestellt und ausgewertet. Damit soll die Frage nach Politikinkongruenzen beider Systeme beantwortet werden. In dieser Einordnung liegt der empirische Hauptteil der Arbeit. Die Ergebnisse dieses Teils werden anhand zweier Fallbeispiele überprüft. Diese sind: 1. Die Ratifizierung des Transportprotokolls der internationalen Energiecharta 2. Die Unterstützung der EU für den Beitritt der RF zur Welthandelsorganisation (World Trade Organisation/ WTO) im Gegenzug zur Ratifikation des Kyotoprotokolls.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Magisterarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Thema: Globalisierung, pol. Ökonomie, Note: 1,3, Universität Trier, 171 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Energiebeziehungen zwischen der Russischen Föderation (RF) und der Europäischen Union (EU) zeichnen sich durch ein hohes Maß ökonomischer Kontakte bei gleichzeitig geringer politischer Institutionalisierung aus. Die vorliegende Arbeit geht den Gründen für diesen Befund nach. Dabei verwendet sie die rationale Verhandlungstheorie von Andrew Moravcsik, die Verhandlungsprozesse anhand eines Drei-Stufen-Modells analysiert. Die Stufen sind: 1. Innerstaatliche Präferenzbildung 2. Internationale Verhandlungsprozesse 3. Institutionalisierung der Verhandlungsergebnisse Anhand dieses Modells werden folgende Thesen aufgestellt, die den geringen Institutionalisierungsgrad erklären sollen: 1. Auf der Ebene innerstaatlicher Präferenzen überwiegen bei der EU ökonomische, bei der RF jedoch geopolitische Erwägungen. 2. Auf der Ebene internationaler Verhandlungsprozesse ergibt sich eine grundlegende Zielkonkurrenz aus der jeweiligen Position als Produzent bzw. Konsument energetischer Rohstoffe. Beide Systeme verfolgen daher miteinander inkompatible Strategieansätze. 3. Auf der Ebene der Teilung bzw. Delegation von Souveränität vertreten beide Systeme grundsätzlich verschiedenen Kosten-/Nutzenanalysen, die sich aus ihren unterschiedlichen internen Präferenzen ergeben. Zusammengefasst lautet die zentrale These dieser Arbeit: Zwischen der EU und der RF besteht eine grundlegende Politikinkongruenz auf verschiedenen Ebenen, die sich negativ auf eine institutionalisierte Zusammenarbeit auswirkt. Diese These soll in zwei Schritten untersucht werden. Zunächst wird eine Einteilung der RF und der EU in die rationale Verhandlungstheorie vorgenommen. Hierzu werden im Rahmen einer Querschnittsuntersuchung empirische Daten zu Präferenzbildungsprozessen in beiden Einheiten sowie zu ihrer internationalen Energiepolitik dargestellt und ausgewertet. Damit soll die Frage nach Politikinkongruenzen beider Systeme beantwortet werden. In dieser Einordnung liegt der empirische Hauptteil der Arbeit. Die Ergebnisse dieses Teils werden anhand zweier Fallbeispiele überprüft. Diese sind: 1. Die Ratifizierung des Transportprotokolls der internationalen Energiecharta 2. Die Unterstützung der EU für den Beitritt der RF zur Welthandelsorganisation (World Trade Organisation/ WTO) im Gegenzug zur Ratifikation des Kyotoprotokolls.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Kundenbindungs-Controlling by Michael Sander
Cover of the book 'Lehrgespräch' Ausfüllen eines Urlaubantrages (Unterweisung Kaufmann / Kauffrau für Bürokommunikation) by Michael Sander
Cover of the book Kompetenzorientiertes Prüfen im Lernfeldkonzept by Michael Sander
Cover of the book Die materiellen Prüfungskriterien der Fusionskontrolle in Deutschland by Michael Sander
Cover of the book Der Yom-Kippur-Krieg: Wende im Nahen Osten? by Michael Sander
Cover of the book Tucholsky und die Weimarer Republik by Michael Sander
Cover of the book Script zum Familienrecht by Michael Sander
Cover of the book Der Ruf nach Eliten. Können, sollen und dürfen in Deutschland Elitehochschulen gebildet werden? by Michael Sander
Cover of the book Kulturwissenschaft als Zeichen der Moderne by Michael Sander
Cover of the book Bilanzielle Behandlung von Bondstripping und Wertpapierpensionsgeschäften by Michael Sander
Cover of the book Multi-Channel-Vertrieb. Chancen und Risiken des Vertriebs über das Internet by Michael Sander
Cover of the book The New Beat Generation - Rapmusic in the Tradition of the American Counter Culture by Michael Sander
Cover of the book Sergej Prokofjews Filmmusik zu Sergej Eisensteins Alexander Newski by Michael Sander
Cover of the book Weltfremdheit und Weltflucht by Michael Sander
Cover of the book Williams Syndrome in Psycholinguistics by Michael Sander
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy