Thomas Mann und die Exzilzeitschrift 'Mass und Wert'

Nonfiction, Entertainment, Performing Arts
Cover of the book Thomas Mann und die Exzilzeitschrift 'Mass und Wert' by Thore Rothenburg, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Thore Rothenburg ISBN: 9783638367295
Publisher: GRIN Verlag Publication: April 17, 2005
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Thore Rothenburg
ISBN: 9783638367295
Publisher: GRIN Verlag
Publication: April 17, 2005
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Historische Publizistik), Veranstaltung: Einführung in die Exilpublizistik, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurden mehr als eine halbe Million Menschen aus Deutschland vertrieben. Darunter befanden sich etwa 30.000 politisch Verfolgte, an die 5.500 Kulturschaffende und unter diesen wiederum 2.500 Schriftsteller und Publizisten (vgl.www.uni-essen.de). Nach T. Baltensweiler bewegte der politisch verursachte Druck sowohl die politischen Exulanten, als auch die jüdischen Emigranten zum Verlassen des Dritten Reichs. Er vertritt die Ansicht, dass für die Mehrheit der politischen Exulanten Ereignisse wie etwa die Machtübernahme Hitlers oder der Reichstagsbrand als Signal zum Verlassen des Deutschen Reichs ausschlaggebend waren, die Massenflucht der jüdischen Einwohner hingegen verliefe wellenartig und in Entsprechung der jeweiligen Maßnahmen und Ereignisse, die seitens der Nationalsozialisten gegen das jüdische Volk beschlossen wurden (siehe Baltensweiler 1996, S. 10). Nach Auffassung von Baltensweiler schloss die Masse der jüdischen Flüchtlinge, anders als die politischen Exulanten, eine Rückkehr nach Deutschland gänzlich aus, weshalb sich diese Gruppe als Emigranten (Auswanderer) bezeichnen ließe. Die politischen Exulanten bildeten eine äußerst heterogene Gruppe, deren Mitglieder zumeist sehr unterschiedliche politische Weltanschauungen vertraten. Sie verband letztlich nur ein einziger gemeinsamer Anspruch, nämlich die Gegnerschaft zum nationalsozialistischen Herrschaftsregime. Für die Schriftsteller und Publizisten unter diesen wurden die Arbeits- und Wirkungsmöglichkeiten extrem eingeschränkt, nicht nur durch den meist zwangsläufigen Verlust der deutschen Sprache im Exilland oder durch die Trennung vom heimischen Publikum, sondern auch durch die geringen Veröffentlichungsmöglichkeiten. So gelang es nur wenigen Autoren - wie etwa Anna Seghers, Lion Feuchtwanger oder Thomas Mann sich mit ihren Veröffentlichungen den Lebensunterhalt zu sichern (vgl. www.uni-essen.de). Zumeist lebten alle Exulanten unter materiell dürftigsten Bedingungen. Literarische Zeitschriften wie 'Die Sammlung' (Amsterdam), 'Neue Deutsche Blätter' (Prag) oder Zeitungen wie das 'Pariser Tageblatt' boten in begrenzten Umfang Publikationsmöglichkeiten und nur wenige Verlage wie Berman-Fischer (Stockholm) oder Oprecht (Zürich) verlegten Bücher von Emigranten und Exulanten. ...

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Mediengeschichte, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Historische Publizistik), Veranstaltung: Einführung in die Exilpublizistik, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung Während der Herrschaft der Nationalsozialisten wurden mehr als eine halbe Million Menschen aus Deutschland vertrieben. Darunter befanden sich etwa 30.000 politisch Verfolgte, an die 5.500 Kulturschaffende und unter diesen wiederum 2.500 Schriftsteller und Publizisten (vgl.www.uni-essen.de). Nach T. Baltensweiler bewegte der politisch verursachte Druck sowohl die politischen Exulanten, als auch die jüdischen Emigranten zum Verlassen des Dritten Reichs. Er vertritt die Ansicht, dass für die Mehrheit der politischen Exulanten Ereignisse wie etwa die Machtübernahme Hitlers oder der Reichstagsbrand als Signal zum Verlassen des Deutschen Reichs ausschlaggebend waren, die Massenflucht der jüdischen Einwohner hingegen verliefe wellenartig und in Entsprechung der jeweiligen Maßnahmen und Ereignisse, die seitens der Nationalsozialisten gegen das jüdische Volk beschlossen wurden (siehe Baltensweiler 1996, S. 10). Nach Auffassung von Baltensweiler schloss die Masse der jüdischen Flüchtlinge, anders als die politischen Exulanten, eine Rückkehr nach Deutschland gänzlich aus, weshalb sich diese Gruppe als Emigranten (Auswanderer) bezeichnen ließe. Die politischen Exulanten bildeten eine äußerst heterogene Gruppe, deren Mitglieder zumeist sehr unterschiedliche politische Weltanschauungen vertraten. Sie verband letztlich nur ein einziger gemeinsamer Anspruch, nämlich die Gegnerschaft zum nationalsozialistischen Herrschaftsregime. Für die Schriftsteller und Publizisten unter diesen wurden die Arbeits- und Wirkungsmöglichkeiten extrem eingeschränkt, nicht nur durch den meist zwangsläufigen Verlust der deutschen Sprache im Exilland oder durch die Trennung vom heimischen Publikum, sondern auch durch die geringen Veröffentlichungsmöglichkeiten. So gelang es nur wenigen Autoren - wie etwa Anna Seghers, Lion Feuchtwanger oder Thomas Mann sich mit ihren Veröffentlichungen den Lebensunterhalt zu sichern (vgl. www.uni-essen.de). Zumeist lebten alle Exulanten unter materiell dürftigsten Bedingungen. Literarische Zeitschriften wie 'Die Sammlung' (Amsterdam), 'Neue Deutsche Blätter' (Prag) oder Zeitungen wie das 'Pariser Tageblatt' boten in begrenzten Umfang Publikationsmöglichkeiten und nur wenige Verlage wie Berman-Fischer (Stockholm) oder Oprecht (Zürich) verlegten Bücher von Emigranten und Exulanten. ...

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Zu: Antonio Munoz Molina 'Beatus Ille' by Thore Rothenburg
Cover of the book Culture Shock - Cultural Differences in Coping Strategies by Thore Rothenburg
Cover of the book Ist Intelligent Design Wissenschaft? by Thore Rothenburg
Cover of the book Power and Interdependence - Essay/Textzusammenfassung zu Keohane, Robert O./Nye, Joseph S., Jr.: Power and Interdependence. World Politics Transition; by Thore Rothenburg
Cover of the book Balanced Scorecard am Beispiel der Anzeigenabteilung eines Tageszeitungsverlages by Thore Rothenburg
Cover of the book Lernen mit Medien. Untersuchungen zur Medienkompetenz by Thore Rothenburg
Cover of the book Die sorbische Minderheit und ihre Sprachen by Thore Rothenburg
Cover of the book Kompartmentalisierung in Web-Anwendungen am Beispiel eines Projektmanagement-Systems by Thore Rothenburg
Cover of the book Wirbeltiere / Vertebrata by Thore Rothenburg
Cover of the book Biographieforschung by Thore Rothenburg
Cover of the book Die ökologische Entwicklung Zululands im 18. und frühen 19. Jahrhundert und ihre Rolle bei der Entstehung des Zulureichs by Thore Rothenburg
Cover of the book Arles - Von einer römischen Veteranensiedlung zur obersten Behörde des Römischen Westreiches by Thore Rothenburg
Cover of the book Das Klaviertrio Nr. 1 von Johannes Brahms by Thore Rothenburg
Cover of the book Branding in Politics by Thore Rothenburg
Cover of the book Fehlzeiten. Erklärungsansätze und Möglichkeiten zur Reduzierung von Fehlzeitenquoten by Thore Rothenburg
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy