Das frühmittelalterliche Dorf

Am Beispiel Oppenheims

Nonfiction, History, European General
Cover of the book Das frühmittelalterliche Dorf by Karsten Golze, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Karsten Golze ISBN: 9783640899708
Publisher: GRIN Verlag Publication: April 26, 2011
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Karsten Golze
ISBN: 9783640899708
Publisher: GRIN Verlag
Publication: April 26, 2011
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Der gängige Ausdruck 'Dorf', wie er in der Alltagssprache genutzt wird, gibt auch heute nur ein grobes Bild über das eigentliche Gebilde, auf das mit dieser Verallgemeinerung verwiesen wird. Denn eine exakte Regelung, was denn nun genau ein Dorf sei, existiert heute genau so wenig, wie vor 1200 Jahren. Jedoch weiß jeder genau, dass es sich weder um eine Stadt, noch um einen einzelnen Hof handeln kann, wenn von einem 'Dorf' die Rede ist. Eine Vorgehensweise, um ein Dorf genauer zu definieren, wäre beispielsweise die Festlegung einer Grenze an Einwohnern. So ging man jedenfalls im 19. Jahrhundert mit diesen Begriffsschwierigkeiten um. Alle Siedlungen mit einer Einwohnerzahl bis 2000 wurden danach als Dörfer bezeichnet. Das Problem, das sich dadurch ergab, war eindeutig. Kleine Siedlungen mit Einwohnerzahlen um die 2000 konnten Kleinstädte mit eigenem Stadtstatus, Bauernsiedlungen oder administrativ zusammengeschlossene Kleinsiedlungen sein. Es ist also unbedingt notwendig andere Merkmale von sogenannten Dörfern zu untersuchen, um geeignete Eigenschaften zu finden, die ein Dorf zu einem Dorf machen. Dabei ist es unumgänglich die Entstehungsgeschichte von Kleinsiedlungen im frühen Mittelalter zu betrachten. Einen allgemeinen Dorfbegriff gab es zu jener Zeit ebenfalls nicht. In den Quellen können verschiedene Begriffe, wie villa, vicus, curia oder domus für eine Dorfsiedlung gefunden werden. Um also zu erfahren, wie Dörfer damals entstanden, welche Ausmaße sie annahmen und wie sie strukturiert waren, wird in der folgenden Arbeit ein Überblick über frühmittelalterliche Siedlungsgeschichte, die Siedlungsformen- und räume, sowie ein Einblick in die innere Struktur der Dörfer gegeben. Zudem wird der Fragestellung nachgegangen, ob schon die frühmittelalterlichen Siedlungen jene dorfähnlichen Merkmale aufwiesen, um überhaupt als Dorf bezeichnet werden zu können. Um dies konkret am Beispiel eines frühmittelalterlichen Dorfes zu tun, wurde das Dorf Oppenheim in Rheinhessen genauer untersucht, das vor allem durch seine häufige Erwähnungen in der vorliegenden Quelle, dem Lorscher Codex, heraussticht.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 1,3, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Sprache: Deutsch, Abstract: Der gängige Ausdruck 'Dorf', wie er in der Alltagssprache genutzt wird, gibt auch heute nur ein grobes Bild über das eigentliche Gebilde, auf das mit dieser Verallgemeinerung verwiesen wird. Denn eine exakte Regelung, was denn nun genau ein Dorf sei, existiert heute genau so wenig, wie vor 1200 Jahren. Jedoch weiß jeder genau, dass es sich weder um eine Stadt, noch um einen einzelnen Hof handeln kann, wenn von einem 'Dorf' die Rede ist. Eine Vorgehensweise, um ein Dorf genauer zu definieren, wäre beispielsweise die Festlegung einer Grenze an Einwohnern. So ging man jedenfalls im 19. Jahrhundert mit diesen Begriffsschwierigkeiten um. Alle Siedlungen mit einer Einwohnerzahl bis 2000 wurden danach als Dörfer bezeichnet. Das Problem, das sich dadurch ergab, war eindeutig. Kleine Siedlungen mit Einwohnerzahlen um die 2000 konnten Kleinstädte mit eigenem Stadtstatus, Bauernsiedlungen oder administrativ zusammengeschlossene Kleinsiedlungen sein. Es ist also unbedingt notwendig andere Merkmale von sogenannten Dörfern zu untersuchen, um geeignete Eigenschaften zu finden, die ein Dorf zu einem Dorf machen. Dabei ist es unumgänglich die Entstehungsgeschichte von Kleinsiedlungen im frühen Mittelalter zu betrachten. Einen allgemeinen Dorfbegriff gab es zu jener Zeit ebenfalls nicht. In den Quellen können verschiedene Begriffe, wie villa, vicus, curia oder domus für eine Dorfsiedlung gefunden werden. Um also zu erfahren, wie Dörfer damals entstanden, welche Ausmaße sie annahmen und wie sie strukturiert waren, wird in der folgenden Arbeit ein Überblick über frühmittelalterliche Siedlungsgeschichte, die Siedlungsformen- und räume, sowie ein Einblick in die innere Struktur der Dörfer gegeben. Zudem wird der Fragestellung nachgegangen, ob schon die frühmittelalterlichen Siedlungen jene dorfähnlichen Merkmale aufwiesen, um überhaupt als Dorf bezeichnet werden zu können. Um dies konkret am Beispiel eines frühmittelalterlichen Dorfes zu tun, wurde das Dorf Oppenheim in Rheinhessen genauer untersucht, das vor allem durch seine häufige Erwähnungen in der vorliegenden Quelle, dem Lorscher Codex, heraussticht.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Google Earth - NASA World Wind - MS Virtual Earth: Ein wissenschaftlicher Vergleich aus Sicht der Geodäsie und Geoinformatik by Karsten Golze
Cover of the book Fabeln verstehen und gestalten - Unterrichtsstunde im Fach Deutsch, Klassenstufe 8 by Karsten Golze
Cover of the book Corporate Governance. Deutscher Corporate Governance Kodex (DCGK) by Karsten Golze
Cover of the book Konzeption und Auswertung einer Unterrichtssequenz mit dem Themenschwerpunkt: Werbung by Karsten Golze
Cover of the book Der Einfluss des Conservatism im Feltham-Ohlson-Modell by Karsten Golze
Cover of the book Joint Venture - ein lohnendes Konzept? Analyse und Definition des Kooperationskonzeptes in Abgrenzung zur Strategischen Allianz by Karsten Golze
Cover of the book Die große Transformation - Fluch der Ökonomie oder Wohlstand bringender Segen (Unter Betrachtung von Karl Marx und Adam Smith) by Karsten Golze
Cover of the book Pidgins and creoles by Karsten Golze
Cover of the book Vom pragmatischen, ethischen und moralischen Gebrauch der praktischen Vernunft: Jürgen Habermas Diskursethik by Karsten Golze
Cover of the book Die Anwendung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung in Bezug auf Windenergie im Bundesländervergleich by Karsten Golze
Cover of the book Das Österreichische Umweltstrafrecht vor und nach der EG-Richtlinie über den strafrechtlichen Schutz der Umwelt von 2008 by Karsten Golze
Cover of the book Befristete Arbeitsverträge by Karsten Golze
Cover of the book Die Wort- und Satzbetonung in der Ausspracheschulung des gymnasialen Englischunterrichts by Karsten Golze
Cover of the book The Hama Massacre - reasons, supporters of the rebellion, consequences by Karsten Golze
Cover of the book Der Kundenkontaktmitarbeiter als Botschafter einer Dienstleistungsmarke by Karsten Golze
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy