Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft

Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft

Nonfiction, Health & Well Being, Medical, Nursing, Management & Leadership
Cover of the book Das Gesundheitskonzept von A. Antonovsky - Zur Bedeutung der Salutogenese für die Gesundheitswissenschaft by Sven Winter, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Sven Winter ISBN: 9783638324748
Publisher: GRIN Verlag Publication: November 14, 2004
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Sven Winter
ISBN: 9783638324748
Publisher: GRIN Verlag
Publication: November 14, 2004
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pflegemanagement / Sozialmanagement, Note: 2,0, Hamburger Fern-Hochschule (Studiengang Pflegemanagement), 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erschienen in Deutschland mehrere Publikationen über die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Förderung und Erhaltung von Gesundheit. Beispiele hierfür sind die Publikationen von B.C. Faust (1802) und W.C. Hufeland (1798). Diese Entwicklung wurde im 19. Jahrhundert durch die auch noch heute sehr bekannten Wissenschaftler Rudolf Virchow und Alfred Neumann weitergeführt. Es entwickelte sich ein neues wissenschaftliches Fach, welches mit dem Begriff 'Gesundheitswissenschaften' bezeichnet wurde. Deutschland war in diesem Bereich vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts führend. Im Konkurrenzkampf mit den niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern, denen die Menschen auf Grund der im Dritten Reich gemachten Erfahrungen mehr Vertrauen schenkten, verlor das öffentliche Gesundheitssystem immer mehr an Aufgaben und Bedeutung. Durch die weitere gesellschaftliche Entwicklung wurde der Begriff 'Gesundheit' als Gegenpol zum Begriff 'Krankheit' festgelegt. Gesundheit wurde daraufhin als Abwesenheit von Krankheit betrachtet, was auch den Interessen der Ärzte sehr entgegenkam, da sie sich damit nicht mehr um eine umfassende 'Gesundheitspolitik' kümmern mussten, sondern ihre Arbeit krankheitsorientiert durchführen konnten. Gesundheit wurde zu einem naturwissenschaftlich nicht erklärbaren Phänomen, Krankheit hingegen greif- und erfahrbar. Erst in den 80er Jahren kam es in der Bevölkerung zu einem Umdenken, als die Grenzen der kurativen Medizin erkannt wurden. Bedingt durch dieses gesellschaftliche Umdenken, begannen erste Überlegungen von Wissenschaftlern um Faktoren, welche die Gesundheit des Menschen beeinflussen. Eines der wohl bekanntesten und in dieser Hinsicht am weitesten erforschten Modelle ist das salutogenetische Modell von AARON ANTONOVSKY. Seine salutogenetische Sichtweise stellt sich im Gegensatz zur Schulmedizin (Was macht krank?) die Frage: Was hält gesund? Das Konzept der Salutogenese wurde von A. ANTONOVSKY in seinen beiden Hauptwerken in den Jahren 1979 und 1987 vorgestellt. Wenngleich die Veröffentlichung seines Modells einige Jahre her ist, wurde seine Relevanz speziell in den Bereichen der Prävention und Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum erst sehr spät erkannt. Seine geringe Verbreitung in der Bevölkerung und auch in den Gesundheitsberufen fordert dazu heraus, sich mehr mit dem Modell, seinen Erklärungen und der Verwendbarkeit der Ergebnisse aus dem Modell in der Praxis zu beschäftigen.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Pflegemanagement / Sozialmanagement, Note: 2,0, Hamburger Fern-Hochschule (Studiengang Pflegemanagement), 5 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Bereits Ende des 18. Jahrhunderts erschienen in Deutschland mehrere Publikationen über die Notwendigkeit und Möglichkeiten der Förderung und Erhaltung von Gesundheit. Beispiele hierfür sind die Publikationen von B.C. Faust (1802) und W.C. Hufeland (1798). Diese Entwicklung wurde im 19. Jahrhundert durch die auch noch heute sehr bekannten Wissenschaftler Rudolf Virchow und Alfred Neumann weitergeführt. Es entwickelte sich ein neues wissenschaftliches Fach, welches mit dem Begriff 'Gesundheitswissenschaften' bezeichnet wurde. Deutschland war in diesem Bereich vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts führend. Im Konkurrenzkampf mit den niedergelassenen Ärzten und den Krankenhäusern, denen die Menschen auf Grund der im Dritten Reich gemachten Erfahrungen mehr Vertrauen schenkten, verlor das öffentliche Gesundheitssystem immer mehr an Aufgaben und Bedeutung. Durch die weitere gesellschaftliche Entwicklung wurde der Begriff 'Gesundheit' als Gegenpol zum Begriff 'Krankheit' festgelegt. Gesundheit wurde daraufhin als Abwesenheit von Krankheit betrachtet, was auch den Interessen der Ärzte sehr entgegenkam, da sie sich damit nicht mehr um eine umfassende 'Gesundheitspolitik' kümmern mussten, sondern ihre Arbeit krankheitsorientiert durchführen konnten. Gesundheit wurde zu einem naturwissenschaftlich nicht erklärbaren Phänomen, Krankheit hingegen greif- und erfahrbar. Erst in den 80er Jahren kam es in der Bevölkerung zu einem Umdenken, als die Grenzen der kurativen Medizin erkannt wurden. Bedingt durch dieses gesellschaftliche Umdenken, begannen erste Überlegungen von Wissenschaftlern um Faktoren, welche die Gesundheit des Menschen beeinflussen. Eines der wohl bekanntesten und in dieser Hinsicht am weitesten erforschten Modelle ist das salutogenetische Modell von AARON ANTONOVSKY. Seine salutogenetische Sichtweise stellt sich im Gegensatz zur Schulmedizin (Was macht krank?) die Frage: Was hält gesund? Das Konzept der Salutogenese wurde von A. ANTONOVSKY in seinen beiden Hauptwerken in den Jahren 1979 und 1987 vorgestellt. Wenngleich die Veröffentlichung seines Modells einige Jahre her ist, wurde seine Relevanz speziell in den Bereichen der Prävention und Gesundheitsförderung im deutschsprachigen Raum erst sehr spät erkannt. Seine geringe Verbreitung in der Bevölkerung und auch in den Gesundheitsberufen fordert dazu heraus, sich mehr mit dem Modell, seinen Erklärungen und der Verwendbarkeit der Ergebnisse aus dem Modell in der Praxis zu beschäftigen.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Die Vermögensverwaltende Personengesellschaft im Ertragsteuerrecht by Sven Winter
Cover of the book Zu Singer's 'Praktische Ethik' - und Gedanken über den Wert des Menschen by Sven Winter
Cover of the book Die Codierung der Weiblichkeit in den Filmen der Nouvelle Vague by Sven Winter
Cover of the book Pieter Bruegel der Ältere - Landschaft mit Sturz des Ikarus: Eine Analyse der verschiedenen Bildinhalte by Sven Winter
Cover of the book Concepts of Womanhood and Masculinity and the Representation of Gender Relation in Robert Browning's 'Porphyria's Lover' by Sven Winter
Cover of the book Die RAF als 'terroristisches' Pop-Phänomen by Sven Winter
Cover of the book Pseudowissenschaftliche Wahrscheinlichkeitsaussagen by Sven Winter
Cover of the book Die Christianisierung / Mission östlich der Elbe während der Ottonenzeit im Licht der neueren Forschung by Sven Winter
Cover of the book Der Bildungsbegriff bei Eduard Spranger by Sven Winter
Cover of the book G8 und Global Governance in der Wirtschafts- und Finanzpolitik by Sven Winter
Cover of the book 'Schalom und Grüß Gott'? - Die NGO 'Koordinierungsausschuss für christlich-jüdische Zusammenarbeit' in Österreich by Sven Winter
Cover of the book Multikulturelle Probleme in der deutschen Marktforschung by Sven Winter
Cover of the book Ein Exkursionsort aus interkultureller Sicht: Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven by Sven Winter
Cover of the book Strukturen der Landwirtschaft in Polen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg by Sven Winter
Cover of the book Virtuelle Partnersuche. Motive, Selbstdarstellung und Verhalten in der Dating-App Tinder by Sven Winter
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy