Der Mann im 21.Jahrhundert

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Social Science, Sociology
Cover of the book Der Mann im 21.Jahrhundert by Kathleen Keitel, GRIN Verlag
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Author: Kathleen Keitel ISBN: 9783638465809
Publisher: GRIN Verlag Publication: February 6, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Kathleen Keitel
ISBN: 9783638465809
Publisher: GRIN Verlag
Publication: February 6, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Soziologie), 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In die Geschlechterforschung ist Bewegung gekommen. Neben der feministisch angestoßenen Frauen- und Geschlechterforschung ist nun auch, langsam aber sicher, eine Männer- bzw. Männlichkeitsforschung getreten. Das alte Bild vom Mann als Familienoberhaupt und Ernährer, als Eroberer und Krieger, als Beschützer und 'hartem Kerl', greift so nicht mehr. Eine neue Definition muss her. Der Mann im 21.Jahrhundert ist gebildet, technisch versiert, modebewusst und legt mehr und mehr Wert auf die kleinen, eben anderen Dinge des Lebens. Die Krise des Mannes geht einher mit einem Raumgewinn der Frauen: Traditionell brauchten sie den Mann als Beschützer, Ernährer und zur Fortpflanzung. Und seitdem die moderne Technologie schiere Muskelkraft in vielen Berufen überflüssig gemacht hat, haben Männer ihren größten Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt eingebüßt. Je mehr Frauen einen Beruf ausüben, desto weniger brauchen sie einen Ernährer. Und bald könnten die Fortschritte der Biotechnik den Mann auch als Erzeuger überflüssig machen. Die Männer haben auf die Zerstörung der alten Rollenbilder höchst unterschiedlich reagiert. Ein Teil spielte in den letzten Jahrzehnten mit Lebenspraktiken, die bisher den Frauen vorbehalten waren: Erst entdeckten die 'Softies', dass Männer auch Gefühle haben. Dann wurde der 'Metrosexuelle' die Sensation des jungen Jahrtausends: ein Mann, der mehr Schuhe besitzt als seine Freundin. Er geht zum 'Stylisten' und zur Maniküre. Er rasiert sich nicht nur das Gesicht, sondern benutzt Enthaarungswachs. Er besitzt mehr Kosmetikprodukte als manche Frau. Er empfindet Boutiquen und shoppen nicht mehr länger als Strafe. Und er ist trotzdem nicht schwul. Doch all das blieb immer beschränkt auf eine schmale Schicht städtischer Trendsetter. Die große Mehrheit der unmodernen Männer reagierte hingegen mit einer grotesken Überbetonung traditioneller Attribute - noch mehr Muskeln oder ein noch größeres, schnelleres Auto. Noch vor 30 Jahren war das Wort 'Macho' hierzulande fast unbekannt. Und Bodybuilding war irgendwie schwul. Das hat sich komplett geändert. Diese Arbeit wird versuchen, den Mann in seiner gegenwärtigen Lage zu definieren, ihn zu charakterisieren und ihn mit Namen zu versehen.

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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Soziologie - Familie, Frauen, Männer, Sexualität, Geschlechter, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Soziologie), 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In die Geschlechterforschung ist Bewegung gekommen. Neben der feministisch angestoßenen Frauen- und Geschlechterforschung ist nun auch, langsam aber sicher, eine Männer- bzw. Männlichkeitsforschung getreten. Das alte Bild vom Mann als Familienoberhaupt und Ernährer, als Eroberer und Krieger, als Beschützer und 'hartem Kerl', greift so nicht mehr. Eine neue Definition muss her. Der Mann im 21.Jahrhundert ist gebildet, technisch versiert, modebewusst und legt mehr und mehr Wert auf die kleinen, eben anderen Dinge des Lebens. Die Krise des Mannes geht einher mit einem Raumgewinn der Frauen: Traditionell brauchten sie den Mann als Beschützer, Ernährer und zur Fortpflanzung. Und seitdem die moderne Technologie schiere Muskelkraft in vielen Berufen überflüssig gemacht hat, haben Männer ihren größten Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt eingebüßt. Je mehr Frauen einen Beruf ausüben, desto weniger brauchen sie einen Ernährer. Und bald könnten die Fortschritte der Biotechnik den Mann auch als Erzeuger überflüssig machen. Die Männer haben auf die Zerstörung der alten Rollenbilder höchst unterschiedlich reagiert. Ein Teil spielte in den letzten Jahrzehnten mit Lebenspraktiken, die bisher den Frauen vorbehalten waren: Erst entdeckten die 'Softies', dass Männer auch Gefühle haben. Dann wurde der 'Metrosexuelle' die Sensation des jungen Jahrtausends: ein Mann, der mehr Schuhe besitzt als seine Freundin. Er geht zum 'Stylisten' und zur Maniküre. Er rasiert sich nicht nur das Gesicht, sondern benutzt Enthaarungswachs. Er besitzt mehr Kosmetikprodukte als manche Frau. Er empfindet Boutiquen und shoppen nicht mehr länger als Strafe. Und er ist trotzdem nicht schwul. Doch all das blieb immer beschränkt auf eine schmale Schicht städtischer Trendsetter. Die große Mehrheit der unmodernen Männer reagierte hingegen mit einer grotesken Überbetonung traditioneller Attribute - noch mehr Muskeln oder ein noch größeres, schnelleres Auto. Noch vor 30 Jahren war das Wort 'Macho' hierzulande fast unbekannt. Und Bodybuilding war irgendwie schwul. Das hat sich komplett geändert. Diese Arbeit wird versuchen, den Mann in seiner gegenwärtigen Lage zu definieren, ihn zu charakterisieren und ihn mit Namen zu versehen.

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