Die Abtreibungsdebatte und die Schwierigkeit eines Konsenses

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Political Science
Cover of the book Die Abtreibungsdebatte und die Schwierigkeit eines Konsenses by Katrin Möbius, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Katrin Möbius ISBN: 9783638424264
Publisher: GRIN Verlag Publication: October 6, 2005
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Katrin Möbius
ISBN: 9783638424264
Publisher: GRIN Verlag
Publication: October 6, 2005
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kaum eine Debatte wird so emotional geführt wie die Abtreibungsfrage, geht es dabei doch in erster Linie nicht um rein rationale Sachfragen, sondern um grundlegende Wertvorstellungen, Moral und die Frage einer Güterabwägung. Unter diesen Vorzeichen einen Konsens zu finden, eine Lösung, die allen Positionen gerecht wird, erscheint äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Zwar hat sich die Diskussion hierzulande nach der Neuregelung des § 218 beruhigt und andere Themen haben die Frage, ob und wenn ja, wann Abtreibung erlaubt sein soll, von der politischen Tagesagenda verdrängt. Die Frage scheint trotzdem nach wie vor interessant, warum es ausgerechnet bei der Abtreibungsdebatte so schwierig ist, einen 'gemeinsamen Nenner' zu finden. Dabei sollen hier nicht nur die verschiedenen gängigen Positionen vorgestellt und diskutiert werden. Die Fragestellung soll vielmehr von einem interessanten Ansatz ausgehen, den die deutsche Professorin Monika Frommel in einem Aufsatz zur Frage nach einer 'geschlechtsspezifischen Moral' verwendet: Sie unterscheidet darin die Struktur der Argumente. So kann ein Argument entweder in einer deduktiv-abstrakten, oder aber in einer induktiv-situationsspezifischen Herangehensweise aufgebaut werden. Beide Herangehensweisen implizieren eine eigene Logik, wodurch im Prinzip eine schlüssige Argumentationskette entsteht. Untersucht man die gängigen Argumente in der Abtreibungsdebatte nach ihrer Struktur, erkennt man, dass die Argumente jeweils nach dem einen oder anderen Prinzip aufgebaut sind. Es geht dabei in dieser Arbeitnichtum die Frage, ob diese oder jene Argumentstruktur geschlechtsspezifisch ist. Vielmehr soll analysiert werden, warum in den verschiedenen Herangehensweisen an die Argumentation ein Grund für die schwierige Konsensfindung zu sehen ist. Zu Beginn sollen deshalb die beiden verschiedenen Argumentationsstrukturen und ihre wesentlichen Merkmale vorgestellt werden. Dabei soll auch die Problematik angesprochen werden, dass zwar beide Ansätze für sich alleine logisch erscheinen, jedoch immer einen Bereich ausklammern, der zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise fehlt. Andererseits heben sich die beiden konträren Betrachtungsweisen bei einem Zusammenführen teilweise gegenseitig auf und es kommt zwangsläufig zu einem Konflikt. Nach der Erarbeitung und Erklärung der beiden Argumentationsansätze folgt eine Analyse der gängigen Positionen in der Abtreibungsdebatte unter strukturellen Gesichtspunkten.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Sonstige Themen, Note: 1,3, Freie Universität Berlin (Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Kaum eine Debatte wird so emotional geführt wie die Abtreibungsfrage, geht es dabei doch in erster Linie nicht um rein rationale Sachfragen, sondern um grundlegende Wertvorstellungen, Moral und die Frage einer Güterabwägung. Unter diesen Vorzeichen einen Konsens zu finden, eine Lösung, die allen Positionen gerecht wird, erscheint äußerst schwierig, wenn nicht gar unmöglich. Zwar hat sich die Diskussion hierzulande nach der Neuregelung des § 218 beruhigt und andere Themen haben die Frage, ob und wenn ja, wann Abtreibung erlaubt sein soll, von der politischen Tagesagenda verdrängt. Die Frage scheint trotzdem nach wie vor interessant, warum es ausgerechnet bei der Abtreibungsdebatte so schwierig ist, einen 'gemeinsamen Nenner' zu finden. Dabei sollen hier nicht nur die verschiedenen gängigen Positionen vorgestellt und diskutiert werden. Die Fragestellung soll vielmehr von einem interessanten Ansatz ausgehen, den die deutsche Professorin Monika Frommel in einem Aufsatz zur Frage nach einer 'geschlechtsspezifischen Moral' verwendet: Sie unterscheidet darin die Struktur der Argumente. So kann ein Argument entweder in einer deduktiv-abstrakten, oder aber in einer induktiv-situationsspezifischen Herangehensweise aufgebaut werden. Beide Herangehensweisen implizieren eine eigene Logik, wodurch im Prinzip eine schlüssige Argumentationskette entsteht. Untersucht man die gängigen Argumente in der Abtreibungsdebatte nach ihrer Struktur, erkennt man, dass die Argumente jeweils nach dem einen oder anderen Prinzip aufgebaut sind. Es geht dabei in dieser Arbeitnichtum die Frage, ob diese oder jene Argumentstruktur geschlechtsspezifisch ist. Vielmehr soll analysiert werden, warum in den verschiedenen Herangehensweisen an die Argumentation ein Grund für die schwierige Konsensfindung zu sehen ist. Zu Beginn sollen deshalb die beiden verschiedenen Argumentationsstrukturen und ihre wesentlichen Merkmale vorgestellt werden. Dabei soll auch die Problematik angesprochen werden, dass zwar beide Ansätze für sich alleine logisch erscheinen, jedoch immer einen Bereich ausklammern, der zu einer ganzheitlichen Betrachtungsweise fehlt. Andererseits heben sich die beiden konträren Betrachtungsweisen bei einem Zusammenführen teilweise gegenseitig auf und es kommt zwangsläufig zu einem Konflikt. Nach der Erarbeitung und Erklärung der beiden Argumentationsansätze folgt eine Analyse der gängigen Positionen in der Abtreibungsdebatte unter strukturellen Gesichtspunkten.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Wissenschaftliche und teilnehmende Beobachtung, Bestandteile, Formen und die 'Marienthal-Studie' by Katrin Möbius
Cover of the book Realisierung von Schatten in der Augmented Reality by Katrin Möbius
Cover of the book Krafttraining im Schwimmen by Katrin Möbius
Cover of the book How to develop a Human Resource Strategic Plan by Katrin Möbius
Cover of the book Risikocontrolling - Grundlagen und Aufgaben by Katrin Möbius
Cover of the book Michelangelos David im Kontext der architektonischen und politischen Geschichte der Piazza della Signoria und des Palazzo Vecchio by Katrin Möbius
Cover of the book Qualitätsmanagement im Krankenhaus. Grundlagen und Anforderungen by Katrin Möbius
Cover of the book Quote und Qualität im deutschen Fernsehen im Zeitalter von Internet- und Digitalangeboten by Katrin Möbius
Cover of the book Platons Eros - Über die platonische Liebe by Katrin Möbius
Cover of the book Arbeit am Tonfeld ® by Katrin Möbius
Cover of the book Tense and Aspect in English and in German by Katrin Möbius
Cover of the book Gender Mainstreaming an deutschen Hochschulen - am Beispiel der Universität Potsdam by Katrin Möbius
Cover of the book Untersuchung der Rolle des Nachhaltigkeitgedankens bei Kinderbekleidung by Katrin Möbius
Cover of the book Prüfen von Eingangsrechnungen. Gesetzlich vorgeschriebene Mindestangaben und ordnungsgemäße Registratur (Unterweisung Industriekaufmann/-kauffrau) by Katrin Möbius
Cover of the book Das Sozialversicherungssystem in den Ländern des 'Bismarck- und Beveridgetyps' und die Zukunft des deutschen Sozialstaats by Katrin Möbius
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy