Hat die NATO noch eine Existenzberechtigung?

Die Transformationen der Allianz

Nonfiction, Social & Cultural Studies, Political Science, International, International Relations
Cover of the book Hat die NATO noch eine Existenzberechtigung? by Petra Dutt, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Petra Dutt ISBN: 9783638046718
Publisher: GRIN Verlag Publication: May 13, 2008
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Petra Dutt
ISBN: 9783638046718
Publisher: GRIN Verlag
Publication: May 13, 2008
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien, Universität Regensburg, 58 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit möchte ich mich mit der Frage der Existenzberechtigung der Nordatlantiorganisation (NATO) auseinandersetzen und dabei zunächst einmal ergründen, warum sich jene Frage für diese Militärallianz überhaupt stellt. Doch was heißt der Begriff `Allianz´ nach der klassischen Allianztheorie eigentlich? Der Begriff ist nicht eindeutig definiert und gilt als Synonym für Bündnis, Koalition oder Pakt. Nach Adolf Wolfers ist eine Allianz 'a promise of mutual military assistance between two or more sovereign states. [And is an] instrument of national security.' D.h. ein völkerrechtlicher, zeitlich befristeter oder unbefristeter, organisierter oder nichtorganisierter und kündbarer Zsammenschluss zum Erreichen eines spezifischen Ziels. Zudem ist eine Allianz nach klassschem Verständnis gegen einen potenziellen Gegner gerichtet, was sie von einem System der kollektiven Sicherheit unterscheidet. Nach diesem Verständnis entstehen Defensivbündnisse aus folgenden Gründen, a) die Geselschaftsordnungen basieren auf gemeinsamen Wertvorstellungen, das trifft auf die NATO zu einem großen Teil zu, doch nach Reinhard Wolf war dieser Punkt nicht ausschlaggebend, b) zur Erhaltung/Wiederherstellung des Kräftegleichgewichts, c) zum Ausbalancieren von Bdrohungspotentialen. In jedem Fall kommt dem Kosten-Nutzen-Kalkül eine große, bei der NATO sogar entscheidende Bedeutung zu. Sie ermöglicht durch ihre integrierte Militästruktur ihren Mitgliedern Abschreckung und Verteidigung zu möglichst geringen Kosten. Allerdings ersparten sich dadurch auch einige Länder den Aufbau von spezielleren Kapaztäten, die in anderen Ländern schon vorhanden waren. Auf dieses Problem komme ich aber später noch zu sprechen. Allgemein lassen sich für Allianzen 8 Charakteristika feststellen: a) sie werden von Staaten gebildet, b) sie sind explizite Abmachungen, c) sie beziehen sich auf das Verhalten in einer bestimmten Eventualität (casus foederis) in der Zukunft, d) das Eintreten dieser Eventualität ist ungewiss, e) Allianzen sind Versprechen, f) und beinhalten Beistandsleistungen, g) diese Versprechen sind gegenseitig und h) beziehen sich auf den Bereich der nationalen Sicherheit. Ein Beispiel hierfür wäre die West Europäische Union (WEU).

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Politik - Internationale Politik - Allgemeines und Theorien, Universität Regensburg, 58 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit möchte ich mich mit der Frage der Existenzberechtigung der Nordatlantiorganisation (NATO) auseinandersetzen und dabei zunächst einmal ergründen, warum sich jene Frage für diese Militärallianz überhaupt stellt. Doch was heißt der Begriff `Allianz´ nach der klassischen Allianztheorie eigentlich? Der Begriff ist nicht eindeutig definiert und gilt als Synonym für Bündnis, Koalition oder Pakt. Nach Adolf Wolfers ist eine Allianz 'a promise of mutual military assistance between two or more sovereign states. [And is an] instrument of national security.' D.h. ein völkerrechtlicher, zeitlich befristeter oder unbefristeter, organisierter oder nichtorganisierter und kündbarer Zsammenschluss zum Erreichen eines spezifischen Ziels. Zudem ist eine Allianz nach klassschem Verständnis gegen einen potenziellen Gegner gerichtet, was sie von einem System der kollektiven Sicherheit unterscheidet. Nach diesem Verständnis entstehen Defensivbündnisse aus folgenden Gründen, a) die Geselschaftsordnungen basieren auf gemeinsamen Wertvorstellungen, das trifft auf die NATO zu einem großen Teil zu, doch nach Reinhard Wolf war dieser Punkt nicht ausschlaggebend, b) zur Erhaltung/Wiederherstellung des Kräftegleichgewichts, c) zum Ausbalancieren von Bdrohungspotentialen. In jedem Fall kommt dem Kosten-Nutzen-Kalkül eine große, bei der NATO sogar entscheidende Bedeutung zu. Sie ermöglicht durch ihre integrierte Militästruktur ihren Mitgliedern Abschreckung und Verteidigung zu möglichst geringen Kosten. Allerdings ersparten sich dadurch auch einige Länder den Aufbau von spezielleren Kapaztäten, die in anderen Ländern schon vorhanden waren. Auf dieses Problem komme ich aber später noch zu sprechen. Allgemein lassen sich für Allianzen 8 Charakteristika feststellen: a) sie werden von Staaten gebildet, b) sie sind explizite Abmachungen, c) sie beziehen sich auf das Verhalten in einer bestimmten Eventualität (casus foederis) in der Zukunft, d) das Eintreten dieser Eventualität ist ungewiss, e) Allianzen sind Versprechen, f) und beinhalten Beistandsleistungen, g) diese Versprechen sind gegenseitig und h) beziehen sich auf den Bereich der nationalen Sicherheit. Ein Beispiel hierfür wäre die West Europäische Union (WEU).

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Das Leben des Claudius vor seinem Herrschaftsantritt by Petra Dutt
Cover of the book Enteignung in der DDR. Fallbeispiel einer Spedition in Weißenfels 1953 by Petra Dutt
Cover of the book Kündigung von Low Performern by Petra Dutt
Cover of the book Chancen und Grenzen eines marktorientierten Managements deutscher klein- und mittelständischer Unternehmen in China by Petra Dutt
Cover of the book AJAX Grundlagen und Verwendung in .NET - Stichwort 'ATLAS' by Petra Dutt
Cover of the book Antecedents of Employees' Innovative Work Behaviour. A Learning Perspective by Petra Dutt
Cover of the book Kulturelle globale Melange oder Nationalkultur: Ein Vergleich zwischen Tenbrucks immateriellem Kulturbegriff und dem Konzept der kulturellen Hybridbildung bei Pieterse/ Winter by Petra Dutt
Cover of the book Die englische Deutschlandpolitik nach dem Ersten Weltkrieg und in der Ära Adenauer - Ein Vergleich by Petra Dutt
Cover of the book Marketing Functions of JJB Sports by Petra Dutt
Cover of the book Soziale Bildungsungleichheit im deutschen Bildungssystem by Petra Dutt
Cover of the book Finaler Rettungsschuss: Darf der Staat töten? Rechtliche, theologische und ethische Aspekte by Petra Dutt
Cover of the book Problemlösen - Arithmetik by Petra Dutt
Cover of the book Prismen Klasse 8 by Petra Dutt
Cover of the book Zur Vorteilhaftigkeit von Investitionen nach der Steuerreform by Petra Dutt
Cover of the book Auditive Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstörung im Kindesalter. Möglichkeiten der Unterstützung im Schulalltag by Petra Dutt
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy