Johannes Brahms, Nänie op. 82 für Chor und Orchester

Nonfiction, Entertainment, Music
Cover of the book Johannes Brahms, Nänie op. 82 für Chor und Orchester by Fabienne Krause, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Fabienne Krause ISBN: 9783638056311
Publisher: GRIN Verlag Publication: May 30, 2008
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Fabienne Krause
ISBN: 9783638056311
Publisher: GRIN Verlag
Publication: May 30, 2008
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,7, Humboldt-Universität zu Berlin (Musikwissenschaftliches Seminar), Veranstaltung: Idee und Ideologie in deutscher Musik 1800-1950, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Nänie op. 82 von Johannes Brahms lässt sich neben der Alt-Rhapsodie op. 53, dem Schicksalslied op. 54 und Gesang der Parzen op. 89 in die Gruppe der Werke für Chor und Orchester eingliedern. Im 19. Jahrhundert und auch in der heutigen Literatur werden diese Werke unter dem Sammelbegriff 'weltliche Kantate' zusammengefasst und vom Oratorium nach den Kriterien des geringeren Umfangs, der weniger erhabenen Stillage und des eher lyrischen als episch-daramtischen Charakters unterschieden. Unverkennbar bei diesen Werken ist das hohe literarische Niveau, das man bei keinen anderen der Werke von Johannes Brahms in diesem Maße vorfindet. Hiervon ausgehend lässt sich daher ein besonderer ästhetischer Anspruch vermuten, den Brahms mit diesen vier Werken erhob. Da Brahms mit Äußerungen bezüglich seiner Kunstanschauung äußerst zurückhaltend war, machen einerseits natürlich die oben genannten Werke gerade den Reiz zur Untersuchung eines eventuellen ästhetischen Bekenntnisses des Komponisten aus. Andererseits bleibt gerade durch die fehlende Untermauerung der Worte des Komponisten Vorsicht geboten bei der Frage der Kunstanschauung. Dennoch lohnt sich gerade bei der Nänie op. 82 eine nähere Betrachtung unter dem Aspekt der musikalischen Ästhetik, da es, wie kein anderes Werk im ?uvre Brahms', durch die zahlreichen werkinterne und -externe Bezüge eine ästhetische Aussage zu offenbaren scheint. Hans-Joachim Hinrichsen bezeichnet die Nänie op. 82 sogar als 'Schlüsselwerk im musikalischen Denken von Johannes Brahms' . Eine Analyse zu diesem Thema kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Es ist gleichsam wichtig die biographischen Verweise des Komponisten zu untersuchen, wie auch die Komposition selbst als unmittelbarste Quelle anzusehen. Darüber hinaus muss die Textvorlage und das geistig-philosophische Umfeld des Komponisten mit einbezogen werden. In dieser Arbeit soll aber vor allem der Frage nachgegangen werden, ob sich ein ästhetisches Programm allein anhand der Komposition festmachen lässt und inwieweit man ausgehend von dieser Rückschlüsse zum geistig-philosophische Umfeld der Zeit des Komponisten ziehen kann, denn 'die ästhetische Interpretation war keineswegs ein ideologischer Appendix jenseits der eigentlichen musikalischen Realität, die sich in Werken manifestiert, sondern bildete vielmehr eine die kompositorische Praxis, das Denken in Musik tiefgreifend beeinflussende Maxime, die ein Musiktheoretiker ebenso ernst nehmen muß wie das, 'was in den Noten steht' Unabdingbar ist dabei das Einbeziehen der Werkgeschichte, die bei der Nänie op. 82 im besonderen Maße Aufschlüsse zum musikalischen Denken von Johannes Brahms liefert.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,7, Humboldt-Universität zu Berlin (Musikwissenschaftliches Seminar), Veranstaltung: Idee und Ideologie in deutscher Musik 1800-1950, 14 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Nänie op. 82 von Johannes Brahms lässt sich neben der Alt-Rhapsodie op. 53, dem Schicksalslied op. 54 und Gesang der Parzen op. 89 in die Gruppe der Werke für Chor und Orchester eingliedern. Im 19. Jahrhundert und auch in der heutigen Literatur werden diese Werke unter dem Sammelbegriff 'weltliche Kantate' zusammengefasst und vom Oratorium nach den Kriterien des geringeren Umfangs, der weniger erhabenen Stillage und des eher lyrischen als episch-daramtischen Charakters unterschieden. Unverkennbar bei diesen Werken ist das hohe literarische Niveau, das man bei keinen anderen der Werke von Johannes Brahms in diesem Maße vorfindet. Hiervon ausgehend lässt sich daher ein besonderer ästhetischer Anspruch vermuten, den Brahms mit diesen vier Werken erhob. Da Brahms mit Äußerungen bezüglich seiner Kunstanschauung äußerst zurückhaltend war, machen einerseits natürlich die oben genannten Werke gerade den Reiz zur Untersuchung eines eventuellen ästhetischen Bekenntnisses des Komponisten aus. Andererseits bleibt gerade durch die fehlende Untermauerung der Worte des Komponisten Vorsicht geboten bei der Frage der Kunstanschauung. Dennoch lohnt sich gerade bei der Nänie op. 82 eine nähere Betrachtung unter dem Aspekt der musikalischen Ästhetik, da es, wie kein anderes Werk im ?uvre Brahms', durch die zahlreichen werkinterne und -externe Bezüge eine ästhetische Aussage zu offenbaren scheint. Hans-Joachim Hinrichsen bezeichnet die Nänie op. 82 sogar als 'Schlüsselwerk im musikalischen Denken von Johannes Brahms' . Eine Analyse zu diesem Thema kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. Es ist gleichsam wichtig die biographischen Verweise des Komponisten zu untersuchen, wie auch die Komposition selbst als unmittelbarste Quelle anzusehen. Darüber hinaus muss die Textvorlage und das geistig-philosophische Umfeld des Komponisten mit einbezogen werden. In dieser Arbeit soll aber vor allem der Frage nachgegangen werden, ob sich ein ästhetisches Programm allein anhand der Komposition festmachen lässt und inwieweit man ausgehend von dieser Rückschlüsse zum geistig-philosophische Umfeld der Zeit des Komponisten ziehen kann, denn 'die ästhetische Interpretation war keineswegs ein ideologischer Appendix jenseits der eigentlichen musikalischen Realität, die sich in Werken manifestiert, sondern bildete vielmehr eine die kompositorische Praxis, das Denken in Musik tiefgreifend beeinflussende Maxime, die ein Musiktheoretiker ebenso ernst nehmen muß wie das, 'was in den Noten steht' Unabdingbar ist dabei das Einbeziehen der Werkgeschichte, die bei der Nänie op. 82 im besonderen Maße Aufschlüsse zum musikalischen Denken von Johannes Brahms liefert.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Mobbing: Erklärung, Verbreitung und Behandlung by Fabienne Krause
Cover of the book ADS und ADHS. Möglichkeiten der Psychomotorik im Umgang mit verhaltensoriginellen Kindern. by Fabienne Krause
Cover of the book Zeitspiele - Zeit und Iteration by Fabienne Krause
Cover of the book Spiegeln die arbeitsmarktpolitischen Reformpläne der rot-grünen Bundesregierung einen Wandel vom Wohlfahrtsstaat zum Sozialstaat wider? by Fabienne Krause
Cover of the book Der Konflikt als Mittelpunkt der Mediation by Fabienne Krause
Cover of the book Mobile Couponing & Ticketing (MCT) als Instrument des Customer Relationship Management (CRM) im Mobile Marketing by Fabienne Krause
Cover of the book Geschlechtermoral - Die Suche nach einer anderen Stimme by Fabienne Krause
Cover of the book Poppers Methodenlehre im Kontext seiner Erkenntnistheorie by Fabienne Krause
Cover of the book Rechtliche Aspekte der Leistungsdifferenzierung in den Kursen der Gesamtschule by Fabienne Krause
Cover of the book China und Afrikas Regenwälder by Fabienne Krause
Cover of the book Aufgaben und Konzepte des Controllings by Fabienne Krause
Cover of the book Multi-Channel-Vertrieb. Chancen und Risiken des Vertriebs über das Internet by Fabienne Krause
Cover of the book The Influence on Financial Accounting and Reporting in France by Fabienne Krause
Cover of the book Diskussion um eine 'Neue Regionale Geographie' by Fabienne Krause
Cover of the book Der Konflikt in Darfur by Fabienne Krause
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy