Rassismus als pädagogisches Problem

Nonfiction, Reference & Language, Education & Teaching, Educational Theory, Multicultural Education
Cover of the book Rassismus als pädagogisches Problem by Nicole Borchert, GRIN Verlag
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Author: Nicole Borchert ISBN: 9783638527620
Publisher: GRIN Verlag Publication: July 28, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Nicole Borchert
ISBN: 9783638527620
Publisher: GRIN Verlag
Publication: July 28, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Zwischenprüfungsarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik, Note: 1,3, Technische Universität Darmstadt (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik), 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Jeder kennt wohl Aussagen wie 'Frauen können nicht einparken' oder 'Engländer verstehen nichts von Fußball'. Niemand würde sich wahrscheinlich von einer derartigen Behauptung ernsthaft angegriffen oder etwa diskriminiert fühlen; jedoch werden durch diese Aussagen pauschalisierende Zuschreibungen vorgenommen. Somit unterscheiden sich diese Beispiele von Prinzip her nur durch einen qualitativen Aspekt der 'Schwere' der Zuschreibung von zum Beispiel der Aussage 'Türken unterdrücken ihre Frauen'. Oftmals manifestieren sich in unserer Vorstellung und Wahrnehmung mehr oder weniger starre kulturelle Bilder über andere Menschen. Durch verschiedene Faktoren wie Medien, soziales Umfeld und eigene Erfahrungen entwickelt man eine spezifische Vorstellung und eine Haltung über gesellschaftlich konstruierte 'Kulturen'. Diese Vorstellungen bergen die Gefahr, sich zu Typisierungen zu entwickeln; werden diese in bestimmte Dynamiken gebracht und als festgefahrene Fremdbilder angewandt, entstehen aus Typisierungen Stereotype, und aus diesen Vorurteile. Vorurteile treten in unser Gedächtnis, sobald wir glauben, ein 'Mitglied' eines Kollektivs vor uns haben, auf das sich die zugeschriebenen Charakteristika beziehen. Psychologisch betrachtet stellen Vorurteile den (unbewussten) Versuch dar, dem 'Fremden' zu begegnen, und einen Menschen aufgrund eines vermeintlichen (kulturellen) Wissens zu identifizieren. Durch Zuschreibungen werden Menschen von der eigenen Lebensweise und Lebenswelt abgegrenzt, und aufgrund unterstellter Wesensmerkmale als 'Andere' etikettiert. Vorurteile und Zuschreibungen gehören zu unserer 'Normalität' und spielen sich primär auf unbewusster Ebene ab; wir machen uns fast automatisch innerhalb weniger Sekunden ein Bild von dem Menschen der vor uns steht, und greifen dabei fast automatisiert auf etablierte Bilder über 'fremde Kulturen' zurück.

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Zwischenprüfungsarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Pädagogik - Interkulturelle Pädagogik, Note: 1,3, Technische Universität Darmstadt (Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik), 12 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Jeder kennt wohl Aussagen wie 'Frauen können nicht einparken' oder 'Engländer verstehen nichts von Fußball'. Niemand würde sich wahrscheinlich von einer derartigen Behauptung ernsthaft angegriffen oder etwa diskriminiert fühlen; jedoch werden durch diese Aussagen pauschalisierende Zuschreibungen vorgenommen. Somit unterscheiden sich diese Beispiele von Prinzip her nur durch einen qualitativen Aspekt der 'Schwere' der Zuschreibung von zum Beispiel der Aussage 'Türken unterdrücken ihre Frauen'. Oftmals manifestieren sich in unserer Vorstellung und Wahrnehmung mehr oder weniger starre kulturelle Bilder über andere Menschen. Durch verschiedene Faktoren wie Medien, soziales Umfeld und eigene Erfahrungen entwickelt man eine spezifische Vorstellung und eine Haltung über gesellschaftlich konstruierte 'Kulturen'. Diese Vorstellungen bergen die Gefahr, sich zu Typisierungen zu entwickeln; werden diese in bestimmte Dynamiken gebracht und als festgefahrene Fremdbilder angewandt, entstehen aus Typisierungen Stereotype, und aus diesen Vorurteile. Vorurteile treten in unser Gedächtnis, sobald wir glauben, ein 'Mitglied' eines Kollektivs vor uns haben, auf das sich die zugeschriebenen Charakteristika beziehen. Psychologisch betrachtet stellen Vorurteile den (unbewussten) Versuch dar, dem 'Fremden' zu begegnen, und einen Menschen aufgrund eines vermeintlichen (kulturellen) Wissens zu identifizieren. Durch Zuschreibungen werden Menschen von der eigenen Lebensweise und Lebenswelt abgegrenzt, und aufgrund unterstellter Wesensmerkmale als 'Andere' etikettiert. Vorurteile und Zuschreibungen gehören zu unserer 'Normalität' und spielen sich primär auf unbewusster Ebene ab; wir machen uns fast automatisch innerhalb weniger Sekunden ein Bild von dem Menschen der vor uns steht, und greifen dabei fast automatisiert auf etablierte Bilder über 'fremde Kulturen' zurück.

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