Das Verhältnis von Wissenschaft und Leben bei Nietzsche und Dilthey

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy
Cover of the book Das Verhältnis von Wissenschaft und Leben bei Nietzsche und Dilthey by Moritz Deutschmann, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Moritz Deutschmann ISBN: 9783638530071
Publisher: GRIN Verlag Publication: August 4, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Moritz Deutschmann
ISBN: 9783638530071
Publisher: GRIN Verlag
Publication: August 4, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Technische Universität Berlin (Institut für Philosophie ), Veranstaltung: Hauptseminar: Wilhelm Dilthey - Das Leben des Geistes, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die transzendentalphilosophische Frage, wie Objektivität zustande kommt und worauf sie beruht, hat die Philosophie seit Kant intensiv beschäftigt. Kants Philosophie war vor allem einem erkenntniskritischen Ansatz gefolgt: Mit welcher Berechtigung können wir Aussagen über die Wirklichkeit machen? Wo liegen die Grenzen des Erkenntnisvermögens? Kant hatte vor allem durch eine begriffliche Analyse des Bewusstseins versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, als parallel zur Hochindustrialisierung in Deutschland die Natur- und Ingenieurwissenschaften immer mehr an Bedeutung gewannen, schienen diese Fragen zunächst nicht mehr besonders interessant. Warum sollte man sich über die erkenntnistheoretischen Grundlagen der eigenen Aussagen über die Wirklichkeit Gedanken machen, wenn sich doch eine ganz naive Wirklichkeitsauffassung in der technisch-naturwissenschaftlichen Praxis kontinuierlich bewährte? Die Frage, inwiefern die Welt durch unser Bewusstsein konstituiert sei und ob es ein 'Ding an sich' gebe, erschien auf einmal als metaphysische Haarspalterei, bei der sich die moderne, positivistische Wissenschaft nicht lange aufhalten wollte. Mit dieser Wende verlor über eine rein intellektuelle Auseinandersetzung hinaus auch die Philosophie als Wissenschaft gegenüber den empirischen Wissenschaften an Bedeutung. Dilthey und Nietzsche nahmen beide gegenüber diesen Entwicklungen die erkenntniskritische Fragestellung wieder auf. Anders als Kant gingen sie jedoch bei der Beantwortung der Frage nicht mehr auf die Strukturen des Bewusstseins im einzelnen Subjekt zurück, sondern auf das 'Leben', das sie als Grundlage aller Erkenntnis sahen. Was mit diesem 'Rückgang auf das Leben', der beiden Philosophen die nicht unumstrittene Einordnung in die 'Lebensphilosophie' einbrachte , gemeint ist, und was daraus für das Verständnis von Wissenschaft und Objektivität folgt, ist die Fragestellung dieser Hausarbeit.

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache), Note: 1,0, Technische Universität Berlin (Institut für Philosophie ), Veranstaltung: Hauptseminar: Wilhelm Dilthey - Das Leben des Geistes, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die transzendentalphilosophische Frage, wie Objektivität zustande kommt und worauf sie beruht, hat die Philosophie seit Kant intensiv beschäftigt. Kants Philosophie war vor allem einem erkenntniskritischen Ansatz gefolgt: Mit welcher Berechtigung können wir Aussagen über die Wirklichkeit machen? Wo liegen die Grenzen des Erkenntnisvermögens? Kant hatte vor allem durch eine begriffliche Analyse des Bewusstseins versucht, Antworten auf diese Fragen zu finden. Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, als parallel zur Hochindustrialisierung in Deutschland die Natur- und Ingenieurwissenschaften immer mehr an Bedeutung gewannen, schienen diese Fragen zunächst nicht mehr besonders interessant. Warum sollte man sich über die erkenntnistheoretischen Grundlagen der eigenen Aussagen über die Wirklichkeit Gedanken machen, wenn sich doch eine ganz naive Wirklichkeitsauffassung in der technisch-naturwissenschaftlichen Praxis kontinuierlich bewährte? Die Frage, inwiefern die Welt durch unser Bewusstsein konstituiert sei und ob es ein 'Ding an sich' gebe, erschien auf einmal als metaphysische Haarspalterei, bei der sich die moderne, positivistische Wissenschaft nicht lange aufhalten wollte. Mit dieser Wende verlor über eine rein intellektuelle Auseinandersetzung hinaus auch die Philosophie als Wissenschaft gegenüber den empirischen Wissenschaften an Bedeutung. Dilthey und Nietzsche nahmen beide gegenüber diesen Entwicklungen die erkenntniskritische Fragestellung wieder auf. Anders als Kant gingen sie jedoch bei der Beantwortung der Frage nicht mehr auf die Strukturen des Bewusstseins im einzelnen Subjekt zurück, sondern auf das 'Leben', das sie als Grundlage aller Erkenntnis sahen. Was mit diesem 'Rückgang auf das Leben', der beiden Philosophen die nicht unumstrittene Einordnung in die 'Lebensphilosophie' einbrachte , gemeint ist, und was daraus für das Verständnis von Wissenschaft und Objektivität folgt, ist die Fragestellung dieser Hausarbeit.

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Methodenmix der Studie 'Die Arbeitslosen von Marienthal' by Moritz Deutschmann
Cover of the book Kinderarmut in Deutschland - Lebenslagen von Kindern und Jugendlichen in Armut by Moritz Deutschmann
Cover of the book Vergleich IAS und HGB bei Sachanlagevermögen und Vorräten (Seminararbeit plus Präsentation) by Moritz Deutschmann
Cover of the book Die Klassifizierung der DDR als Unrechtsstaat im Einigungsvertrag von 1990 by Moritz Deutschmann
Cover of the book Peter Singer und der Utilitarismus by Moritz Deutschmann
Cover of the book Ökonomische Chancen und Risiken des EU-Beitritts für Bulgarien by Moritz Deutschmann
Cover of the book Persönlichkeitsstörungen aus systemischer Sicht - Ein hilfreicher Blick? by Moritz Deutschmann
Cover of the book Arbeitnehmerfreizügigkeit - eine Grundfreiheit des EG-Vertrages (Stand 2003) by Moritz Deutschmann
Cover of the book Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung einer autistischen Störung im Kindes- und Jugendalter. Zur Autobiographie von Axel Brauns by Moritz Deutschmann
Cover of the book Möglichkeiten und Grenzen der Antipädagogik by Moritz Deutschmann
Cover of the book Kontexte und Erkenntnisgrundlagen der Pflege: Betriebliche Gesundheitsförderung by Moritz Deutschmann
Cover of the book Wasserstoff und Brennstoffzellen. Die Technik von morgen by Moritz Deutschmann
Cover of the book Vollständige Induktion by Moritz Deutschmann
Cover of the book Demokratische (In)Stabilität messen - A. Diskin by Moritz Deutschmann
Cover of the book Frau Welt. Ein Motiv im Wandel der Zeit by Moritz Deutschmann
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy