Zeit und Veränderung in der Transzendentalen Ästhetik in Kants Kritik der reinen Vernunft

Nonfiction, Religion & Spirituality, Philosophy, Modern
Cover of the book Zeit und Veränderung in der Transzendentalen Ästhetik in Kants Kritik der reinen Vernunft by Clara Maria Schreiber, GRIN Verlag
View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart
Author: Clara Maria Schreiber ISBN: 9783638527217
Publisher: GRIN Verlag Publication: July 27, 2006
Imprint: GRIN Verlag Language: German
Author: Clara Maria Schreiber
ISBN: 9783638527217
Publisher: GRIN Verlag
Publication: July 27, 2006
Imprint: GRIN Verlag
Language: German

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 2, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Kant: Kritik der reinen Vernunft, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Immanuel Kant (1724-1804) begründet mit seinem ersten Hauptwerk 'Kritik der reinen Vernunft' ein neues Denken in der theoretischen Philosophie. Die Metaphysik seiner Zeit befindet sich in einer Krise: Rationalismus und Empirismus stehen sich erbittert gegenüber. Keiner der Vertreter dieser philosophischen Strömungen vermag in Kants Augen die Fragen der Metaphysik - Fragen nach der Unsterblichkeit der Seele, nach der Existenz Gottes, nach der Freiheit etc. - hinreichend zu beantworten. Beide Wege sind für Kant problematisch. Den Rationalisten, deren Ansicht nach sämtliches Wissen der Menschen einzig und allein der Ratio, unabhängig von jeglicher Erfahrung entspringt, kommt Kant entgegen, indem er angeborene Erkenntnis-Bedingungen zugesteht. Den Empiristen, in deren Augen sämtliches Wissen einzig der Erfahrung entnommen wird, gesteht er zu, dass der Mensch einzelne Erkenntnis erst in Ansehung der Dinge um ihn herum gewinnt, allerdings nur mit Hilfe der Einordnung dieser in die Verstandeskategorien als Erkenntnis-Bedingungen. Kant konzipiert eine kritische Philosophie, die auf einer Zweistämmelehre basiert: Erkenntnis beginnt in seinen Augen zwar erst mit der Erfahrung,'wenn aber gleich alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anhebt, so entspringt sie darum doch nicht eben alle aus der Erfahrung.'(KrV: B1) Neben den empirischen Erkenntnissen, muss es Erkenntnisse a priori geben, d. h. solche, die von aller Erfahrung unabhängig erlangt werden. Kennzeichen solcher Erkenntnisse a priori sind'Notwendigkeit und strenge Allgemeinheit'(KrV: B4), sie zeigen sich in Begriffen und Urteilen. So ist dem Begriff'Körper'notwendig und allgemein Ausgedehntheit, sprich Substanz, inhärent. Das Urteil'Alle Veränderung hat eine Ursache'könnte nicht als notwendig und allgemeingültig formuliert werden, würde es sich auf Erfahrung gründen und somit a posteriori getroffen sein - es könnte jederzeit auch durch Erfahrung widerlegt werden. Der Frage nach dem Umfang, dem Wert und der Gültigkeit der Erkenntnisse a priori ist für Kant die Frage,'wie denn der Verstand zu allen diesen Erkenntnissen a priori komme'(KrV: B7) vorangestellt. Dies muss der Grund, die erste Frage der Philosophie sein. [...]

View on Amazon View on AbeBooks View on Kobo View on B.Depository View on eBay View on Walmart

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 2, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Kant: Kritik der reinen Vernunft, 6 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Immanuel Kant (1724-1804) begründet mit seinem ersten Hauptwerk 'Kritik der reinen Vernunft' ein neues Denken in der theoretischen Philosophie. Die Metaphysik seiner Zeit befindet sich in einer Krise: Rationalismus und Empirismus stehen sich erbittert gegenüber. Keiner der Vertreter dieser philosophischen Strömungen vermag in Kants Augen die Fragen der Metaphysik - Fragen nach der Unsterblichkeit der Seele, nach der Existenz Gottes, nach der Freiheit etc. - hinreichend zu beantworten. Beide Wege sind für Kant problematisch. Den Rationalisten, deren Ansicht nach sämtliches Wissen der Menschen einzig und allein der Ratio, unabhängig von jeglicher Erfahrung entspringt, kommt Kant entgegen, indem er angeborene Erkenntnis-Bedingungen zugesteht. Den Empiristen, in deren Augen sämtliches Wissen einzig der Erfahrung entnommen wird, gesteht er zu, dass der Mensch einzelne Erkenntnis erst in Ansehung der Dinge um ihn herum gewinnt, allerdings nur mit Hilfe der Einordnung dieser in die Verstandeskategorien als Erkenntnis-Bedingungen. Kant konzipiert eine kritische Philosophie, die auf einer Zweistämmelehre basiert: Erkenntnis beginnt in seinen Augen zwar erst mit der Erfahrung,'wenn aber gleich alle unsere Erkenntnis mit der Erfahrung anhebt, so entspringt sie darum doch nicht eben alle aus der Erfahrung.'(KrV: B1) Neben den empirischen Erkenntnissen, muss es Erkenntnisse a priori geben, d. h. solche, die von aller Erfahrung unabhängig erlangt werden. Kennzeichen solcher Erkenntnisse a priori sind'Notwendigkeit und strenge Allgemeinheit'(KrV: B4), sie zeigen sich in Begriffen und Urteilen. So ist dem Begriff'Körper'notwendig und allgemein Ausgedehntheit, sprich Substanz, inhärent. Das Urteil'Alle Veränderung hat eine Ursache'könnte nicht als notwendig und allgemeingültig formuliert werden, würde es sich auf Erfahrung gründen und somit a posteriori getroffen sein - es könnte jederzeit auch durch Erfahrung widerlegt werden. Der Frage nach dem Umfang, dem Wert und der Gültigkeit der Erkenntnisse a priori ist für Kant die Frage,'wie denn der Verstand zu allen diesen Erkenntnissen a priori komme'(KrV: B7) vorangestellt. Dies muss der Grund, die erste Frage der Philosophie sein. [...]

More books from GRIN Verlag

Cover of the book Das Lesen in der Antike und die Anrede an den Leser by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Das Kinderbuch 'Ronja Räubertochter' und seine Umsetzung in verschiedenen Medien by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Das Phänomen Krieg im Zeitalter der ökologischen Krise by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Johannes Calvins 'Antidotum' gegen das Rechtfertigungsdekret des Trienter Konzils (1547) by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Der Tod im Mittelalter by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Dr. John Watson - The clue to understanding by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Die Langobarden in Italien by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Kennzeichnung und Beurteilung der Balanced Scorecard by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Hauptströmungen der Sprachwissenschaft by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Die tribunicia potestas im Prinzipat des Augustus by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Brand Identity Factors: Developing a Successful Islamic Brand by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Werbung in der DDR: Mangel und Überfluss by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Lernkulturwandel und Change Management by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Franchising als zukunftsgerichtete Unternehmens- und Vertriebsstrategie im Tourismus by Clara Maria Schreiber
Cover of the book Periodisierung und Trainingsplanung im Ausdauertraining by Clara Maria Schreiber
We use our own "cookies" and third party cookies to improve services and to see statistical information. By using this website, you agree to our Privacy Policy